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Die Geschichte von Zernez

Zur Zeit der ersten Volkszählung 1780 lebten in Zernez 546 Personen, heute sind es rund 1100. Die Haupterwerbsquellen der Bewohner im 17. und 18. Jahrhundert waren die Viehwirtschaft, der Holzschlag und der Dienst in fremden Heeren. Viele waren aber auch zur Auswanderung gezwungen: Sie machten sich als Zuckerbäcker und Cafétiers in ganz Europa einen Namen. Nach einem Grossbrand im Jahre 1872, der 117 von 157 Häusern zerstörte, wurde ein Teil der Ortschaft im städtischen Stil wieder aufgebaut. Der heutige Dorfkern ist deshalb geprägt von Häusern der frühen Neuzeit und des Spätklassizismus. Als Tor zum einzigen Schweizerischen Nationalpark ist Zernez weit herum bekannt. Der Park liegt im Winter zwar unter einer tiefen Schneedecke. Ein Besuch im neuen, hervorragenden Nationalparkmuseum lohnt sich aber auch während der weissen Saison. Ausserdem ist Zernez ein idealer Ausgangspunkt für Langläufer und Skifahrer – oder für Schneeschuhtouren, zum Beispiel auf den Ofenpass.

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