Die Geschichte von Zernez

Die Geschichte von Zernez

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Zernez ist die südlichste und westlichste Gemeinde des Unterengadins und mit über 200 Quadratkilometern nach Davos die zweitgrösste Gemeinde des Kantons Graubünden. Das Haupttal erstreckt sich dem Inn entlang von der Mündung der Ova da Punt Ota bis über die Val Sarsura.

Nach Osten führt das Spöltal mit seinen Nebentälern bis zur Staumauer Punt dal Gall; der grösste Teil dieses Gebiets gehört zum Schweizerischen Nationalpark. Zernez wurde 1161 erstmals urkundlich erwähnt und wuchs im Verlauf seiner Geschichte langsam, aber stetig. Zur Zeit der ersten Volkszählung 1780 lebten hier 546 Personen, heute sind es rund 1100.

Die Haupterwerbsquellen der Bewohner im 17. und 18. Jahrhundert waren die Viehwirtschaft, der Holzschlag und der Dienst in fremden Heeren. Viele waren aber auch zur Auswanderung gezwungen: Sie machten sich als Zuckerbäcker und Cafétiers in ganz Europa einen Namen.

Nach einem Grossbrand im Jahre 1872, der 117 von 157 Häusern zerstörte, wurde ein Teil der Ortschaft im städtischen Stil wieder aufgebaut. Der heutige Dorfkern ist deshalb geprägt von Häusern der frühen Neuzeit und des Spätklassizismus.

Als Tor zum Nationalpark und Standort des neuen Nationalparkmuseums ist Zernez weit herum bekannt.

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