Engadiner Zuckerbäcker

Engadiner Zuckerbäcker

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Aus der Not machten sie eine Tugend: Über mehrere Jahrhunderte zogen brotlose Bündner Zuckerbäcker in die Ferne und gründeten berühmte Cafés und Konditoreien.

Die Tradition der Engadiner Zuckerbäcker geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Damals waren die Zeiten hart. Die Lebensgrundlage in Graubünden reichte kaum aus, um die einheimische Bevölkerung zu ernähren. Während in der Surselva und in Mittelbünden die Jungen sich eher als Söldner verdingten, galt das Engadin als Hochburg der Zuckerbäcker. Um ihre Familien zu ernähren, zogen die Söhne in die Fremde, eröffneten Konditoreien und brachten es nicht selten zu Ruhm, Ehre und einem stattlichen Vermögen. Dem Engadin stets verbunden, halfen sie mit grosszügigen Spenden, ihre Heimatdörfer zu restaurieren. Die herrschaftlichen Gebäude und Ortskerne in Engadin St. Moritz sind unter anderem eine Folge der Auswanderertradition, die über Jahrhunderte anhielt.

Die Bündner Zuckerbäcker lassen sich heute in 891 europäischen Städten nachweisen, von Kopenhagen im Norden bis Florenz im Süden, von Gibraltar im Westen bis Warschau im Osten. Das Maison Auer in Nizza zählt gar zu den grossen Attraktionen der Metropole an der Côte d’Azur. Und dass die Zuckerbäckerkunst bis heute auch in der Heimat auf höchstem Niveau gepflegt wird, beweist kein Beispiel schmackhafter als die weltberühmte Bündner Nusstorte.

Bäckereien und Konditoreien in der Region Engadin St. Moritz: www.engadin.stmoritz.ch/Bäckerei



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