Piz Palü (3900 m)

Piz Palü (3900 m)

 offen  teilweise offen   geschlossen 

Unter Bergsteigern gilt der Piz Palü als eine der grossen Schatzkammern der Alpen: Wer hier das Gipfelglück erlebt, schwärmt sein Leben lang davon. Auch weil man es sich mit Ausdauer und Geschicklichkeit verdienen muss: der spaltenreiche Zustieg über den Persgletscher hat es in sich und ist nur mit Steigeisen, Pickel und Seilen machbar. Für weitere Herausforderungen sorgen vorgelagerte Pfeiler und Hängegletscher. Doch schliesslich stapft man auf dem feinen Grat zum Höhepunkt – und könnte die Welt umarmen vor Glück.

Zur Besteigung des Piz Palü übernachtet man am Besten auf der Diavolezza (2978 Meter), die mit der Bahn oder zu Fuss vom Berninapass (Diavolezza Talstation) aus erreichbar ist. Der Aufbruch zu dieser Hochtour ist morgens bei Dunkelheit. Nach ca. einer Stunde Marsch auf einem schmalen, teilweise ausgesetzten Weg, erreicht man den Persgletscher. Dort werden die Seilschaften gebildet, angeseilt und je nach Verhältnissen die Steigeisen montiert. Ab jetzt geht es im gemächlichem Schritt durch eine grandiose Gletscherlandschaft (die Cambrenabrüche) bis zum «Schnapsboden», wo man eine Pause einlegen kann. Frisch gestärkt geht es weiter. Auf der so genannten Schulter öffnet sich der Blick nach Süden ins Puschlav und weiter zu den Ostalpen. Die letzten 100 Höhenmeter sind steiler, und über einen kurzen Grat gelangt man zum Ostgipfel. Zum Hauptgipfel, dem höchsten Punkt des dreigipfligen Piz Palü, führt ein schmaler Eis- oder Firngrat, der von allen Seilschaftsmitgliedern Aufmerksamkeit erfordert. Nach diesen Metern ungewohnten Gehens ist das Ziel erreicht. Hier auf dem Gipfel lässt sich die grandiose Bergwelt vom Monte Rosa bis zu den Ostalpen geniessen.

Der Abstieg erfolgt oft auf dem gleichen Weg zurück zur Diavolezza. Wenn die Seilschaft aber gut eingespielt ist und die Leute erfahrener sind, kann bei guten Verhältnissen (trockener Fels und sicheres Wetter) der ganze Piz Palü überschritten werden. Vom Hauptgipfel weiter zum Westgipfel, dann in leichter, aber ausgesetzter Kletterei über den Spinasgrat zur Fuorcla Bellavista. Von hier erfolgt der Abstieg über die Fortezza, zum Teil im Firn, zum Teil über einen steil abfallenden Felsgrat. Weiter unten erreicht man die Isla Persa, von wo aus man zur Diavolezza oder zur Boval-Hütte/Morteratsch gelangt. Somit hat sich der Kreis einer einmaligen und erlebnisreichen Tour geschlossen.

Angaben der Schwierigkeitsstufen

WS

Fels: meistens noch Gehgelände, erhöhte Trittsicherheit nötig, Kletterstellen übersichtlich und problemlos.
Firn und Gletscher: in der Regel wenig steile Hänge, kurze steilere Passagen, wenig Spalten.

Die Anforderungen, welche in den Hochtouren angegeben sind, sind Empfehlungen der Bergsteigerschule Pontresina nach den Skalen des Schweizer Alpenclubs (SAC).

Dauer der Tour

1.5 Tage

Information

Bergsteigerschule Pontresina GmbH
Via Maistra 163
7504 Pontresina
T +41 81 842 82 82
F +41 81 842 82 83
info@bergsteiger-pontresina.ch
www.bergsteiger-pontresina.ch

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