Wanderung Kuchenparadi(e)s

Wanderung Kuchenparadi(e)s

Auf dieser mittelschweren Tour schweben wir zuerst mit dem Sessellift hinauf auf die Alp Languard (2326 m.ü.M.). Im Val Languard beobachten wir Murmeltiere die sich fröhlich tummeln. Bei Pia auf der Paradishütte (2540 m.ü.M.) kommen wir nicht an einem der «himmlischen» Kuchen vorbei und fühlen uns tatsächlich wie im Paradies! Von der Alp aus starten wir in das Val Languard hinein. Da wo sich die Wege treffen nehmen wir den Pfad, der uns zur Paradis Hütte führt. Weiter das Tal hinab an der Alp Languard vorbei hinunter ins Tal und nach Pontresina. Bei den beiden kulturellen Highlights Kirchlein Sta. Maria und Spaniola-Turm beschliessen wir unsere Wanderung. BESONDERHEITEN Murmeltierkolonien: Wir sind soeben losgelaufen. Schon bald hören wir ein grelles Pfeiffen. Ja, Sie haben richtig geraten, es sind die Murmeltiere. Warnen ist übrigens nur eine der Funktionen des «Pfiffs» - dieser dient auch zur Kontaktaufnahme und als Einschüchterung. In grossen Familien hausen diese drolligen Tiere in ihrem Bau. Die Eingänge zu diesen Bauten können auf der ganzen Route bestens beobachtet werden. Die Familie umfasst normalerweise ein erwachsenes Männchen und ein Weibchen sowie mehrere Jungtiere. Ende September ziehen sich die Murmeltiere in den gut ausgepolsterten Winterbau zurück und halten einen echten Winterschlaf. Alle Körperfunktionen sind dann stark reduziert. Ca. 90% des Lebens werden im Bau verbracht. Tip: Von Mitte Juni bis September führt der Kurverein Pontresina wöchentlich Murmeltier- und Steinwildexkursionen durch. Der Wanderleiter Martin Schmutz zeigt Ihnen die beliebtesten Stellen der Murmeltiere und mit etwas Glück kann sogar eine Gams oder Steinbock beobachtet werden. Piz Albris und seine Steinbockkolonie: Wir gelangen an eine Weggabelung. Wir laufen von hier in Richtung Paradieshütte. In die andere Richtung haben wir wunderschön den Piz Albris (3166 m.ü.M.) im Blickfeld. Viele Bergtouren, organisiert von der Schweizer Bergsteigerschule Pontresina, führen im Sommer hinauf auf den Gipfel. Nachdem 1920 in der Val Spöl (Nationalpark) die ersten sieben Tiere freigelassen wurden verliessen bereits im Jahre 1921 zwei Geissen die Gegend und liessen sich an der Nationalparkgrenzen liegenden Piz Albris nieder. Der Bestand am Albris entwickelte sich ausserordentlich gut und führte so zur berühmten und später so wichtigen Albris-Kolonie. Diese Kolonie zählt heute zu den grösseren und wohl auch zu den besten erforschten Steinbockpopulationen der Alpen überhaupt. Röntgenweg & Röntgenplatz: Soeben haben wir die wunderschöne und in der Tat paradiesische Paradis Hütte verlassen. Haben den Blick in das wunderschöne Bergpanorama schweifen lassen... Von diesem wunderschönen Fleckchen war auch der Physiker Prof. Wilhelm C. Röntgen (1845-1923) angetan. In seinem Gedenken wurde hier 1934 an seinem Lieblingsplatz eine Tafel angebracht und der Weg nach ihm benannt. Während 43 aufeinanderfolgenden Sommern nahmen er und seine Frau die mühevolle Reise mit der Postkutsche von Chur nach dem geliebten Pontresina auf sich. «Mit vier Wochen Pontresina verlängerte ich jeweils mein Leben um ein Jahr.» 1901 erhielt der Entdecker der Röntgenstrahlen den Nobelpreis der Physik. Klettersteig: Zurück in die Gegenwart. Hier soll der neue Klettersteig entstehen. Kirche Sta. Maria: Ein Besuch des wunderschönen, vollständig mit Fresken aus dem 13. und 15. Jahrhundert ausgeschmückten Kirchlein Sta. Maria ist praktisch unumgänglich (Bitte Öffnungszeiten beachten). Der ursprüngliche Bau stammt aus dem 12. Jahrhundert. Bei einem Bergsturz wurde die Häusergruppe um das Kirchlein zerstört, vom Bergkirchlein selbst blieben nur der Turm und die Westwand stehen. Diese wurden beim Wiederaufbau der Kirche integriert. Der sechsterrassige Bergfriedhof gewährt nicht nur den verstorbenen Pontresinern die letzte Ruhe, sondern auch Gästen und vielen verunglückten Bergsteigern aus den Anfängen des hochalpinen Tourismus. Spaniola-Turm und die Sarazzenen: Der ehemalige 4-stöckige Wohnturm der einstigen Herren von Pontresina stammt aus dem Jahre 1210. Zum Schutz gegen Lawinen und Steinschlag wurde er fünfeckig gebaut. In der Erstehungszeit gab es oberhalb an den Hängen keinen Schutzwald. Der Turm wurde durch die Gemeinde 1994 renoviert.


Tourbewertung

Schönheit 3 (0-5)
Techn. Schwierigkeitsgrad 2 (0-5)
Phys. Schwierigkeitsgrad 1 (0-5)

Tourdaten

Länge:
Aufstieg:
Zeit:
Max. Höhe:
6.9 km
223 m
2.5 h
2540 m ü.M.

Region: St. Moritz

Startpunkt: Pontresina, Talstation Alp Languard

Orte an der Route: Pontresina Talstation Sessellift Alp Languard - Alp Languard - Chna Paradis - Röntgenweg - Pontresina Giarsun - Talstation Sessellift Alp Languard Pontresina

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Varianten: Variante A: Aufstieg über den Klettersteig



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Letzte Änderung: 15.01.2014 13:49:42
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