Medienmitteilung von Engadin St. Moritz

Medienmitteilung von Engadin St. Moritz

Geschäftsbericht 2015 der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz


Engadin St. Moritz: Rückgang von Gästen aus den Euroländern, Zuwachs aus den neuen Märkten im 2015

St. Moritz, 3. Mai 2016 – Im Jahr 2015 musste Engadin St. Moritz - nach einem Zuwachs im Vorjahr - einen Rückgang der Hotel-Logiernächte um 7.1% hinnehmen. Die Abhängigkeit von den Euroländern sowie die Währungs- und Wirtschaftssituation in Russland und Japan haben das Resultat negativ beeinflusst. Signifikant gestiegen sind die Zahlen hingegen bei den Gästen aus China, aus den Golf-Staaten, aus Brasilien und Indien. Die bereits vor einigen Jahren eingeleitete Diversifikation in neue Märkte erweist sich damit als richtig; auf diese Weise können Währungs- und Wirtschaftsrisiken abgefedert werden. Im Geschäftsbericht 2015 drückt der Vorstand der Tourismusorganisation seine Sorge für den Verlust von Hotelbetten aus und fordert Gemeinden und Stimmbürger auf, gute Rahmenbedingungen und Raum für neue Ideen zu schaffen.

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Mit einem äusserst positiven Buchungsstand ist Engadin St. Moritz 2015 ins neue Jahr gestar-tet. Die überraschende Aufhebung des Mindestkurses Euro – Schweizer Franken durch die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar 2015 hat die Nachfrage abrupt gestoppt. Die in-tensive Bewerbung der Destination, unter anderem über Medienpartnerschaften und mit Zu-satzkampagnen sowie das überdurchschnittlich schöne Sommerwetter haben ein zweistelliges Jahresminus verhindert.

Weiterer Zuwachs von Gästen aus den Fernmärkten
Engadin St. Moritz hat im 2015 einen weiteren Zuwachs an Gästen aus China (+17.2%), aus den Golf-Staaten (+15.4%), aus Brasilien (+11%) und Indien (+8.8%) verzeichnet. Weniger Hotel-Logiernächte trugen unter anderem Deutschland (-14%), Italien (-20.2%) und die Schweiz (-3.5%) bei.
Betrachtet man die Statistik etwas genauer, zeigt sich, dass der Rückgang an Ankünften – also die Anzahl Gäste in der Region – kleiner ist als derjenige an Hotel-Logiernächten. Er liegt im Jahresschnitt bei -5.2% Ankünfte gegenüber -7.1% Hotel-Logiernächten. Auf die Sommersai-son bezogen, ist der Unterschied noch ausgeprägter: Einem Rückgang von 4.9% der Ankünfte steht ein Rückgang von 7.9% an Logiernächten gegenüber.

Die touristische Entwicklung im Oberengadin
Der Vorstand der Tourismusorganisation legt im Geschäftsbericht seine Überlegungen zur touristischen Entwicklung dar: Im Oberengadin sind seit 2008 über 1000 Hotelbetten verloren gegangen. Die Destination erfährt dadurch mittel- bis langfristig einen Attraktivitätsverlust: (Stamm-)Gäste wandern ab und suchen sich Hotels in anderen Destinationen. Das Minus an Hotelbetten kommt der Destination teuer zu stehen: geht man von der Annahme aus, dass die verlorenen 1000 Betten zu 31 Prozent ausgelastet wären, kann man von einem theoretischen Verlust von 113‘000 Hotel-Logiernächte pro Jahr oder 11.3 Millionen Franken bei einem kon-servativ berechneten Umsatz von 100 Franken pro Logiernacht. Die Gäste fehlen nicht nur in den Hotels, sondern auch bei den Bergbahnen, in der Gastronomie und im Detailhandel. Im Oberengadin muss es darum gehen, weitere Hotelschliessungen zu vermeiden, Investoren für neue Hotelprojekte zu gewinnen und neue Reisemotive zu schaffen. Laut dem Vorstand kann die Tourismusorganisation nur vermarkten, was vorhanden ist. Deshalb sind auch die Politik und insbesondere die Gemeinden und die Stimmbürger gefordert: diese müssen gute Rah-menbedingungen für alle Leistungsträger ermöglichen und innovative Ideen einbringen.
Der Kreisrat hat an seiner Sitzung vom 28. April 2016 den Geschäftsbericht und die Jahres-rechnung 2015 der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz einstimmig genehmigt, nachdem der Tourismusrat diese Berichterstattung an seiner Sitzung vom 6. April 2016 zuhanden des Kreisrates ebenfalls einstimmig verabschiedet hatte.

Strategie der Tourismusorganisation
Die Strategie der Tourismusorganisation sieht vor, die Stamm-Märkte Schweiz, Deutschland und Italien weiterhin mit Angeboten wie „Bergbahnen inklusive“ im Sommer und „Hotel und Skipass“ im Winter sowie Mountainbike-, Familien- und Apartment-Specials zu pflegen. Dabei unterstreicht die Tourismusorganisation die Spitzenleistungen und den Kontrastreichtum des Oberengadins, damit der Preis nicht DAS entscheidende Kriterium ist. Gleichzeitig wird sie die im Portefeuille aufgenommenen Wachstumsmärkte intensiv weiter bearbeiten. Um die Erwar-tungen der Gäste zu übertreffen und im Hinblick auf die Ski WM St. Moritz 2017 wird die Tou-rismusorganisation weitere Herzlichkeit-Workshops mit den Leistungsträgern durchführen.


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  • Volumenmärkte: Schweiz, Deutschland, Italien
  • Wachstumsmärkte: SA, UK, Russland, Japan
  • Partnermärkte: China, Indien, GCC, Skandinavien, Österreich, Kanada, Brasilien/Lateinamerika
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