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Ja der UNESCO zum Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair



Biosphärenreservatsrat


Die UNESCO hat dem erweiterten UNESCO-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair das Label definitiv verliehen. Nach der Anerkennung im Jahre 2010 konnten die damals gestellten Auflagen somit erfüllt werden.

Der Schweizerische Nationalpark (SNP) ist seit 1979 Biosphärenreservat der UNESCO, hat aber die im Jahre 1995 geänderten Kriterien nicht mehr erfüllt, da er ausschliesslich eine Kernzone ausweist. Um das Label weiterhin behalten zu können, musste eine Pflege- und Entwicklungszone ausgeschieden werden. Die Val Müstair hat Hand geboten, diese beiden Zonen zu definieren und zusammen mit dem SNP 2010 ein erstes Gesuch an die UNESCO in Paris eingereicht. Diese hat das entsprechende Label unter den Auflagen erteilt, dass die Kernzone mittelfristig von einer Pflegezone umgeben sein müsse und dass ein integraler Managementplan
über alle drei Zonen notwendig sei.

Im Jahre 2015 hat die Gemeinde Scuol der Erweiterung des Biosphärenreservats auf der Nordseite zugestimmt und ist damit dritter Kooperationspartner geworden. Die Gemeinden Zernez und S-chanf hingegen haben eine Erweiterung auf ihrem Perimeter abgelehnt. Der SNP, die Gemeinde Val Müstair und die Gemeinde Scuol haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und gemeinsam mit dem Kanton Graubünden das Gesuch vorbereitet. Wesentlicher Bestandteil des Gesuchs war ein integraler Managementplan. Um dem neuen Perimeter gerecht zu werden, wurde ein neuer Name festgelegt: Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair.

Die drei Partner freuen sich, dass der internationale Koordinierungsrat des MAB-Programms der UNESCO dem Biosphärenreservat dieses wertvolle und international bekannte Qualitätslabel weiterhin verleiht und werden sich dafür einsetzen, das Potenzial zu nutzen. UNESCO Biosphärenreservate sind internationale Modellregionen, die sich eine nachhaltige Entwicklung zum Ziel setzen.

Die Trägerschaft des UNESCO-Biosphärenreservats, Bund und Kanton werden den Entscheid aus Paris noch analysieren. Der Kanton wird hierzu eine Koordinationssitzung einberufen, in deren Rahmen verschiedene organisatorische Fragen zu klären sein werden.

Weitere Auskünfte:
Franz-Sepp Stulz
Präsident des Biosphärenreservatsrats
Tel +41 79 687 11 73
Mail

Angelika Abderhalden
Geschäftsführerin des Biosphärenreservats
Tel + 41 79 670 26 23
Mail


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