Bäderkultur

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Von der Wirkung der Heilquellen mussten schon die Ur-Engadiner gewusst haben:
Bereits vor 3500 Jahren fassten sie das eisenhaltige Quellwasser mit seiner natürlichen Kohlensäure.

Woher man das so genau weiss? 1853 wurde die Holzkonstruktion der Quellfassung des prähistorischen Mauritius Säurebrunnens von Bauarbeitern entdeckt. Man stellte erstaunt fest, dass die dazu verwendeten Lärchenstämme ungeheuer alt sein mussten. Wie alt genau, konnte man erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts dank der sogenannten Dendrochronologie feststellen – dann dafür aufs Jahr genau: Das Holz wurde im Sommer oder Herbst des Jahres 1411 vor Christus geschlagen, also 200 Jahre, bevor Moses mit seinem Volk aus Ägypten auszog und über 700 Jahre vor der Gründung Roms.

Es dauerte allerdings bis ins Mittelalter, bis man die heilende Wirkung des Mauritiusbrunnens wieder so richtig schätzen lernte.
Im Laufe der Jahrhunderte erlebten die Quellen von St. Moritz ein Auf und Ab in Sachen Popularität. Manchmal gerieten sie in Vergessenheit, dann waren sie plötzlich wieder en vogue. Mit dem aufkommenden Tourismus im 19. Jahrhundert erlebten sie ihr letztes grosses Comeback – das bis heute anhält.


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